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NBA Live 2003
EA Sports

Da geht man mit schlechter Laune in die Videothek und kommt mit guter Laune, also mit NBA Live 2003 wieder raus. Ich kannte die 2000er Version hatte dann aber die letzten beiden Teile ausgelassen. Da ich aber selber seit nun ca. zehn Jahren True Baller bin machte ich mir keine allzu großen Vorstellungen in Bezug auf die Umsetzung des Spiels. Denn bisher waren gute Basketballsimulationen eher Mangelwahre. EA Sports hat da meiner Meinung auch nie so wert drauf gelegt. Egal wie gut Fußball und Eishockey sind und waren, die Versuche Basketballspiele zu kreieren schlugen mehr oder weniger fehl und hatten nie die Qualität die den anderen Sportarten zuteil wurde. Aber irgendwann ändert sich ja bekanntlich alles nicht wahr. Also entweder irgendwer hat da mal jemand ein Machtwort gesprochen oder die technischen Möglichkeiten zur Umsetzung komplexer Bewegungsabläufe waren bisher ziemlich eingeschränkt. Denn der neueste Teil der NBA-Reihe schlägt ganz schöne Wellen. Zumindest was die Steuerung und die virtuelle Umsetzung des einzelnen Spielers angeht. Denn was EA Sports da an den Start gebracht hat ist schon erwähnenswert weil besser als sonst. Ich war ehrlich überrascht und nach kurzer Zeit nur noch am feiern. Ich wollte das Pad gar nicht mehr aus der Hand geben. Die Bewegungsabläufe sind realistisch und machen einfach spaß. Es gibt eine Vielzahl von Dunks und Korblegern. Wenn der Spieler ausreichend Fähigkeiten hat wie zum Beispiel ein Steve Francis oder ein Tracy Mcrady hat man so gut wie jeden Dunk in Petto den man sich vorstellen kann. Und spezifische Moves gibt es auch. Wenn man zum Beispiel mit einem Michael Jordan von der Freiwurflinie abspringt, setzt er zu seinem Legendähren Dunk an, mit dem er den 88er Slamdunkcontest in Chikago gewann. Und wer jetzt meint da kann doch nur eine überkommplizierte Steuerung dahinterstecken der irrt gewaltig. Das geniale ist, dass wenn man einen Move, wie zu Beispiel einen Spinmove macht , dieser nicht erst bis zum Ende ausgeführt werden muss. Man kann mittendrin loslassen und zum Beispiel einen von den unzähligen Killer-Crossovern dranhängen. So entstehen immer wieder neue Moves, welche den Spaßfaktor ungemein anheben. Die 1 vs. 1-Option gibt es natürlich wieder. Und man kann selber Spieler erstellen. Was zwar nicht unbedingt neu ist aber die Details sind entscheidend. Ich hab mich gleich mit dem DJ Backcutz hingesetzt und jeder hat sich erst mal selber erstellt. Es gibt zwar nicht wirklich viele Vorlagen was Gesicht und Hautfarbe angeht aber dafür eine große Auswahl an Tattos oder Sneakern. Man kann sich von oben bis unten Zuhacken und in die dazu passenden Oldschool-Sneakers schlüpfen. Und dann kann das one on one-Battle auf zwei Freiplätzen oder in der Halle beginnen. Ansonsten gibt es natürlich gibt es natürlich die Möglichkeit eine komplette Saison zu starten. Wobei das Spiel fünf gegen fünf eher gewöhnungsbedürftig weil extrem schnell. Außerdem hat man jetzt zwei extra Angriffsoptionen. Mit L2 kann man in einem Fastbreak den am weitesten vorne Laufenden Mitspieler anpassen. Und mit der R2-Taste kann man sofort einen Alleyoop-Pass spielen. Was das Spiel aber auch nicht wirklich langsamer macht. Es gibt auch einen Soundtrack. Dieser ist aber eher unter Durchschnitt und Läuft die übliche Komerzschiene mit viel zu weichen Beats und blink-blink-bow-wow Raps von Snoop und ähnlichen Mainstream-Artists. Schade eigentlich. Als Gimmik gibt es noch die Möglichkeit als z.B. Buster Rymes oder DJ Clue zu zocken. Da müsst ihr dann nur die speziellen Cheats eingeben und schon stehen sie euch zur Verfügung. Aber die holt euch mal selber aus dem Netz. Insgesamt liefert EA Sports hier ein komplettes NBA-Paket ab welches dem BBall-Fan sehr gefallen wird. Die Grafik ist super, die Intros und Zwischensequensen stressen nicht zu sehr, und das Handling ist beispielhaft. Glückwunsch EA ihr habt es endlich geschafft.

Matze
  • rating:

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