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TEKKEN 4
Namco

Ach wie kann ich diese Abende vergessen. Ich mit meinen DJ-Atzen Geroe und Backcutz Stunden um Stunden vor der Playstation. Mann haben wir uns Verprügelt. Wer jetzt meint das DJ’s bei solcher Art Freizeitbeschäftigung aufgrund ihrer jahrelang antrainierten Feinmotorik bevorteilt wären, der lasse sich von mir eines besseren Belehren. Ich besiege die auch noch wenn ich in der einen Hand ne Wurststulle und in der anderen ne „cash money hoe bitch“ habe!!! Ha wäre doch Gelacht. Auch wenn der Begriff „Kult“ extrem überstrapaziert ist, für die Tekken-Reihe muss man ihn einfach anwenden. Die Beliebtheit des Haudrauf-Klassikers lässt sich vielleicht damit erklären, dass die Tekken-Serie im Gegensatz zu anderen Genre-Vertretern auch für Gelegenheitsspieler leicht zugänglich ist. Zwar lassen sich effektiven Kombos erlernen, aber auch mit wildem „auf-dem-Controller-rumhauen“ lassen sich Erfolge erzielen(siehe DJ G. u. DJ B.). Brauchen Spiele des Beat’em Up - Genres eine Story? Nicht wirklich, kann aber auch nicht schaden. 2 Jahre nach Tekken Tag Tournament für die PS2 gibt’s jetzt mit Tekken 4 jedenfalls einen sogenannten Storymodus. Jeder einzelne Charakter hat seine Eigenarten, speziellen Kampfkünste und Geschichte. Die Vorgeschichte der Kämpfer wird in Form gezeichneter Standbilder erzählt. Dabei sind neben einigen frischen Gesichtern die üblichen Verdächtigen: Alte Tekken-Veteranen, die bereits vor Jahren auf der PSone dabei waren. Daher findet sich bei den alten Haudegen auch die ein oder andere graue Strähne. Allerdings sind nur noch 24 Charaktere. beim Vorgänger waren es vorher 39. Mit 10 Damen, Herren und sonstigem Herrschaften startet man, der Rest muss erst freigespielt werden. Die Prügelknaben (und -Mädchen) sind zum Teil Fantasiewesen: Vom Panda bis zum Drachen, von der Dame im Abendkleid bis zum Wrestler, doch alle haben schlagfeste Argumente. Für Abwechslung ist gesorgt, mir wäre auch kein neuer Charakter mit außergewöhnlichem Kampfstil mehr eingefallen. Höchsten noch die Super-Power-ich-sammle-meine Überkräfte-Ultra-Ionisirender-Blitzstrahl-der-aus-diversen Körperöffnungen-kommt-während-ich-5m-hoch-Springe-Version. Aber wer brauch schon solch Art übertriebener Manga-Scheiß. Zumindest nicht im Spiel, find ich. Im Großen und Ganzen ist der Story-Modus eine feine Sache. Man bekommt zumindest ein paar lustige Background-Infos zu sehen. Wer hätte zum Beispiel gedacht das die Bruce Lee-Tekken-Version Law eigentlich Restaurant und Dojo-besitzer war. Aber nach Finanziellem Ruin und Geschäftsaufgabe kurzzeitig dem Alkohol verfiel und an Depressionen litt. Aber er kommt wieder auf die Beine und bekommt sein Leben wieder in den Griff. Und womit: Natürlich durch das Iron Fist Tournament. Und er ist nicht der Einzige der durch einen Sieg bei Iron Fist einen Ausweg aus seinem Alltag sucht. Die Storys der anderen Charaktere ähneln sich jedenfalls in dieser Hinsicht etwas. Jeder hat so sein Vietnam, welches er mit einer Teilnahme am Turnier zu bewältigen versucht. Gameplay: Es hat sich wenig geändert: Entweder auf dem Controller rumkloppen oder Kombos lernen. Wie gewohnt können durch kombinieren der Richtungskreuz-Tasten und der restliche Knöpfe zusätzliche Schlag- und Trittkombinationen entdecken. Für den Seitenschritt brauch man nur noch einmal nach oben oder nach unten zu drücken. Was die Sache erheblich vereinfacht. Größte Neuerung ist Begrenzung der Arena. So kann man nun nicht mehr durch nerviges Dauer-Ausweichen den Mitspieler zur Verzweiflung bringen. Mit dem Rücken an der Wand liegt man ruckzuck auf der Matte. Das hat aber auch seine Nachteile, man kann halt mit dem Rücken zur Wand gnadenlos zusammengelegt werden, ohne eine Möglichkeit zum Rückzug. Dadurch gewinnen die Runden an Dynamik und Tempo. Im Gegensatz zu Virtua Fighter kommen hier auch die so genannten „Button Smasher“ zu Erfolgen. Wildes Bearbeiten der Controller-Buttons kann auch einen Grobmotoriker zum Sieger machen. Wählen kann man zwischen den altbekannten Modi: Angriffs-Training, Übungsmodus, Arcade, Zweikampf, Team-Battle, die Story-Variante, das bekannte Survival und 2-Spieler-Modus. Auch wieder dabei ist der Tekken-Force-Modus, bei dem über mehrere Levels größere Abschnitte von Unholden gesäubert werden müssen. Und das nun auch komplett in 3D. Und man kann die verschiedenen Gegner auch mit den L-Tasten anwählen, was sehr praktisch ist weil zeitweise auch mal bis zu 8 Gegner auf einen zustürmen. Das kann man aber nur im Alleingang, nicht mit Mitspielern. Einer der wenigen Frustmomente dabei: Frei Speichern kann man in diesen längeren Abschnitten leider nicht. Viele Fans der Reihe dürfte sauer aufstoßen, dass es recht wenig freispielbare Boni gibt. Grafik: Die Grafik wurde stark aufpoliert, so bestehen die Hintergründe zum ersten Mal aus Polygonen. Dadurch gibt es keine platten Flächen mehr und man kann Gelände-Unebenheiten wie Treppen oder Dachschrägen zum eigenen Vorteil nutzen. So kann man beispielsweise sehr schöne Wasser- oder Wettereffekte bewundern. Für jeden Kämpfer gibt es teilweise sehr schön animierte Videosequenzen und Effekte, welche die Story voranbringen sollen. Wie zum Beispiel Holzkisten oder Statuen, die man im Kampf dazu nutzen kann das man seinen Gegner darauf Schleudert und welche dann mit ach und krach zersplittern oder zerbersten. Sieht schon ganz annehmbar aus.

Matze
  • rating:

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